maarsee.de | 28.04.2017 17:53:39

Wasserzirkulation und Temperaturen im Pulvermaars



Die Temperatur im Pulvermaar ist abhängig von verschiedenen Temperaturschichten, die je nach Jahreszeit variieren und die Wasserumwälzung im Maar beeinflussen.

Die Wasserbewegung innerhalb des Maares hängt von zwei grundlegenden Dingen ab. Zum Einen dem Umstand, dass 4°C warmes Wasser die höste Dichte aufweist und somit am schwersten ist, und zum Anderen der Temperatur an der Oberfläche des Sees.

Während der eher warmen Sommermonate heizt sich das oberflächennahe Wasser auf und wird leichter als das darunter liegende Wasser. Eine Umwälzung findet in dieser Jahreszeit praktisch nur noch in dieser oberen Schicht (Epilimnion) im Rahmen der Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht und der Oberflächenbewegung durch den Wind statt.

Die Erwärmung der darunter liegenden schmalen Schicht (Metalimnion) erfolgt nur langsam, sodass sich die Tiefe dieses Übergangs- oder Sprungschicht genannten Bereichs im Laufe des Sommers verschiebt. So liegt die Grenze zur Sprungschicht Mitte September bei etwa 8m Tiefe. Die Temperatur fällt hier schnell innerhalb weniger Meter von beispielsweise 20°C auf 10°C ab.

Unter der Sprungschicht befindet sich der im Sommer unbewegte Bereich (Hypolimnion). Hier findet keine Durchmischung statt (Sommerstagnation) und auch im Sommer beträgt die Temperatur kaum mehr als 4°C.

Der untere Bereich des Maares kann nur in die Zirkulation einbezogen werden, wenn die darüber liegenden Schichten ebenfalls etwa 4°C warm sind und die gleiche Dichte aufweisen, wie es z.B im Herbst oder Frühjahr der Fall sein kann.
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