maarsee.de | 25.03.2017 18:32:49

Vulkanismus


Vulkane treten meist in tektonisch aktiven Zonen der Erde auf. Insbesondere in jungen Faltengebirgen längs der Kontinentalränder (z.B. Japan oder Anden), wo sich die Kontinentalplatten der Erde gegeneinander verschieben, oder aber an sogenannten Bruchlinien (z.B. ostafrikanische Grabenzone oder untermeerische Schwellen).

So sind alle mittelozeanischen Gebirgsrücken vulkanischen Ursprungs und zahlreiche submarine Ausbrüche zeigen an, daß sie auch heute noch aktiv sind. Teilweise erreichen die Eruptionen dieser Vulkane die Meeresoberfläche und neu Inseln enstehen.1963 erst enstand die Insel Surtsey südlich von Island, so wie ganz Island das Produkt vortwährender Lava-Ausschüttungen ist.

Vulkane lassen sich in verschiedene Typen untergliedern. Angefangen bei ruhigen, explosionslosen Eruptionen, wie etwa der des Hawaityps, bis hinzu gewaltigen Eruptionen welche durch explosionsartiges herausschleudern von glühender Lava riesige Magmakammern entleeren. Stürzt solch eine Kammer ein, so hinterläßt der Ausbruch einen bis 20km durchmessenden Kraterkessel (Caldera). Die hier freigesetzten Energien überschreiten die von Nuklearwaffen.

Spalteneruptionen lassen basaltisches Material in geschmolzener Form aus teiweise mehrere Kilometer langen Rissen in der Erdkruste austreten. Dünnflüssige Basaltschmelzen werden auch als Stricklava bezeichnet, während kieselsäurereiche Lava (Blocklava) sehr zähflüssig ist und bereits im Schlot eines Vulkanes erstarren kann. Die an die Oberfläche gelangende Lava besitzt Temperaturen zwischen 1000°C und 1200°C

Häufiger als Lava-Vulkane sind aus einem Gemisch von Lava und Tuff aufgebaute Vulkane sog. Strato-Vulkane (Vesuv).

Schichtvulkane entstehen im laufe vieler Jahrtausende durch wiederholte Ausbrüche, bei denen immer mindestens eine neue Schicht aus Eruptionsmaterial die bereits bestehenden überlagert. Wird nur Lockermaterial (Asche) zutage gefördert entstehen Aschenkegel und man spricht von Aschenvulkane. In den Schloten von Gas-Vulkanen (Eifelmaare) finden sich Trümmer vulkanischer Festgesteine und solche des Nebengesteins.

Geysire sind Springquellen und schleudern durch vulkanische Tätigkeit erhitztes Wasser als Wasser/Wasserdampf-Gemisch aus dem Boden empor.

Gesteine vulkanischen Ursprungs werden als Vulkanite bezeichnet. (z.B. Basalt, Bimsstein, Obsidian)
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