pulvermaar
maarsee
mit tiefe




Wetter um 20:00 Uhr
Temperatur 0 °C
Niederschlag 0 mm/h
Wind 4 km/h
Luftdruck 1000 hPa

Der Wasserspiegel liegt ruhig und kristallklar auf etwa 411m ü.NN. Der fast kreisrunde See hat einen Durchmesser von 625m bis 680m.

Das Pulvermaar bei Gillenfeld ist Teil des Westeifler Vulkanfeldes. Es gehört zu den jüngsten Maaren der Eifel. Seine Entstehung datiert in den Bereich der letzten Kaltzeit vor 15000 bis 20000 Jahren.

anfahrt pulvermaar

Das Pulvermaar liegt in der Vulkaneifel in Rheinland Pfalz, nahe der A1, auf halber Strecke zwischen Koblenz und Trier.

  • Fahren sie die Abfahrt Mehren in Richtung Cochem (Mosel) / Gillenfeld ab auf die B421.
  • Folgen sie den Schildern Richtung Gillenfeld / Pulvermaar.
  • Kurz vor Gillenfeld geht es dann links ab, hinunter zum Maarsee.

freibad / naturbad

Der Zugang zum Maar ist nur über den Bereich des Naturbades gestattet.
Das Nichtschwimmerbecken wird mit Maarwasser gefüllt und ist nicht gechlort.
Duschen, Toiletten, Terrasse, Kaffee, Kuchen und kleine Mahlzeiten sind vorhanden.

Die Öffnungszeiten sind witterungsabhängig.

In den Sommermonaten bei gutem Wetter von 10:00 bis 20:00 Uhr.

Nachfragen unter 06573-333

wassertemperatur

Das Pulvermaar verfügt über keinen Zu- oder Ablauf und ist ein stehendes Gewässer. Das Wasser schichtet sich in Temperaturschichten, die sprungartige Übergänge aufweisen.

In den Sommermonaten liegt die Wassertemperatur bei 20°C bis 24°C an sehr heißen Tagen.
Die Sprungschicht sinkt im August auf etwa 8m +/- 1m, je nach Sommer.
Die Temperatur in 10m Tiefe liegt dann bei etwa 14°C, bei 25m Tiefe um 10°C
Am Maargrund herrschen die ewigen 3,9°C des Wassers bei größter Dichte. Hier wird das Wasser nur etwa alle 70 Jahre umgewälzt.

apnoe - freitauchen

Gerätetauchen ist im Pulvermaar verboten. Luft anhalten nicht.

Zugang zum Pulvermaar ist nur über den Bereich des Naturbades gestattet. Der beaufsichtigte Badebereich innerhalb der Absperrung im Sommer endet ungefähr 50m von Ufer entfernt. Dort ist das Wasser etwa 20m tief, in Richtung Maarmitte schnell abfallend.

tiefe

Echolot-Bild mit Querschnitt des Pulvermaars. Steil abfallende Flanken und ein Plateau in der Mitte des Maarsees auf etwa 70m Tiefe, maximal 72m.
Der Pfeil auf der linken Hangseite markiert abgerutschtes Material erkennbar. Das hier gezeigte Profil ist entlang der Linie P(PB) auf der unteren Grafik erstellt worden.

Quelle:

Grafiken und Information entstammen der Dissertation

Der Pulvermaar-Vulkan: Struktur und Massenbilanzen auf der Basis von Geophysikalischen Messungen und Volumenkalkulation

Laurence Martine Diele, Bietigheim

https://opus.bibliothek.uni-wuerzburg.de/frontdoor/index/index/docId/195

Tiefenlinien auf Basis aller Echolotmessungen auf dem Maar. Die Karte ist nach Norden (Pfeil) ausgerichtet und stellt die tiefste Stelle des Pulvermaars im südlichen Bereich des Maarbodens dar. Die Messungen zur Ermittlung der Tiefenwerte erfolgten von einem Boot mit GPS aus und unterliegen leichten, aber tolerierbaren, Abweichungen.
Positionsungenauigkeiten liegen im Rahmen von maximal 15 Metern. Die Tiefenwerte stellen exakte Angaben dar.

entstehung eines maares

Ein Maar ist kein Vulkan. Vulkankegel enststehen durch den Auswurf von Lava in deren Mitte sich ein Krater mit einem Kratersee bilden kann.
Ein Maarsee dagegen entsteht als Sprengtrichter einer Wasserdampfexplosion.

Im Bereich von Schwächezonen der Erdkruste, die u.a. durch den Versatz von Gesteinsschichten gekennzeichnet sind, kann Magma aus dem Erdinneren aufsteigen. (Abb.1)
Trifft das Magma beim Aufstieg auf wasserreiche Gesteinsschichten verdampft das Wasser explosionsartig (phreatomagmatische Explosion). Dadurch wird das umgebene Gestein zertrümmert und zum Teil nach oben geschleudert. (Abb.2)
Der größte Teil des zertrümmerten Gesteins stürzt in den durch die Explosion geschaffenen Hohlraum. (Abb.3)
Dadurch entsteht an der Erdoberfläche ein Einbruchtrichter, ein sogenanntes Maar. Der Boden eines Maares liegt immer tiefer als die ursprüngliche Erdoberfläche. Füllt sich das Maar mit Wasser, so entsteht ein Maar-See. (Abb.4)